Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg

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Inhalt: Protzenweiherbrücke

Die Geschichte der Protzenweiherbrücke reicht bis in die 1930-er Jahre zurück. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ausbau der Donau für die Schifffahrt im Bereich Regensburg geplant. Hierzu sollte eine Schleuse nördlich des Stadtteiles Stadtamhof durch den sogenannten "Protzenweiher" gebaut werden. Dieser feuchte Graben war bis dahin nur im Hochwasserfall von der Donau geflutet. Der Bau der Schleuse hätte die Hauptstraße getrennt, eine damals wichtige Verbindung zwischen der Altstadt und dem nördlichen Umland. Als Ersatz für diese Straße sollte vorab eine Brücke über die zukünftige Schleuse errichtet werden - die Protzenweiherbrücke.

In den Jahren 1939 bis 1940 wurden trotz widriger Kriegsumstände die Gründungen, Widerlager und Pfeiler errichtet. Danach wurde kriegsbedingt der Bau eingestellt. Erst zwischen 1950 und 1953 wurde die Brücke mit der Montage des Überbaus, bestehend aus Stahlträgern mit Betonfahrbahnplatte und teilweisem Verbund, vollendet.

Dort stand sie dann 15 Jahre ungenutzt, denn erst 1968 wurde mit dem Bau der Schleuse begonnen, der bis 1974 andauerte. Die Schleuse wurde 1977 in Betrieb genommen.

Am 13. März 2008 prallte infolge Unachtsamkeit ein Großmotorschiff mit seinem Kranausleger beim Ausfahren aus der Schleuse gegen die Brücke. Der Kran durchstieß den Steg eines Stahlhauptträgers und beschädigte eine dahinter liegende Gasleitung, die sofort Feuer fing. Erst nach über einer Stunde konnte die Gaszufuhr gestoppt und das Feuer gelöscht werden. Dadurch wurden die Stahlhauptträger so stark erwärmt, dass sie sich um mehrere Dezimeter durchbogen. Die Brücke musste für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Eine Untersuchung ergab, dass nur durch einen kompletten Neubau des Überbaus die Tragfähigkeit wiederhergestellt werden kann.

Brückenträger
Bild 1:Die beschädigte Brücke nach der Havarie

Fahrbahn
Bild 2:Die beschädigte Brücke nach der Havarie
Fahrbahn