Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg

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Inhalt: Straßenbrücke Strullendorf

Die Baumaßnahmen an der Straßenbrücke Strullendorf - Zeitraum -

In diesem Zusammenhang wurde die 1960 errichtete Wegbrücke Strullendorf (MDK-km 12,196) betrachtet. Der hieraus entstandene Sicherungs- und damit Handlungsbedarf wird mit der nun begonnen Baumaßnahme im Herbst 2013 im Frühjahr 2014 umgesetzt.

Die Baumaßnahmen an der Straßenbrücke Strullendorf - Umsetzung -

schematische Darstellung des Gefährdungsraumes(Dateigröße: 2,96 MB)

Mittels der an der Wegbrücke Strullendorf durchgeführten baulichen Maßnahmen werden die Brückenpfeiler durch eine Betonvorsatzschale so verstärkt, dass sie künftig einem Schiffsstoß standhalten.
Die Optik der Pfeiler wird dem bisherigen Bestand angepasst, indem die geometrische Form beibehalten wird. Die bisherige Betonoberfläche wird mittels eines Abtragverfahrens aufgebrochen, so dass der später einzubringende Beton der Vorsatzschale einen guten Verbund mit dem Bestandsbeton eingehen kann. Die Vorsatzschale wird über ein Ankersystem am Bestand des Brückenpfeilers rückverankert. Hierfür werden Bohrungen in die Pfeiler eingebracht, in diese Bohrungen wird Anschlussbewehrung eingeklebt. Anschließend wird die äußere Bewehrungslage gestellt. An der Wegbrücke Strullendorf beginnt die Vorsatzschale etwa 1,30 m oberhalb der Oberkante des Bestandsfundamentes und reicht bis unterhalb des Lagers am Pfeilerkopf. Aufgrund der großen Höhe muss die Betonvorsatzschale in mehreren Abschnitten hergestellt werden
Auf der jeweils wasserabgewandten Seite der Pfeiler wird in Geländehöhe eine Lastplatte als zusätzliche Fundamentkonstruktion am Pfeiler lastabtragend angebracht, so dass die eingeleiteten Schiffsstoßkräfte in den Untergrund übertragen werden können. Da der Bereich unter der neuen Lastplatte mit Auffüllmaterial (i.d.R. Sand) hergestellt ist, wird aus statischen Gründen dieses Bodenmaterial ausgebaut und durch eine Betonfüllung ersetzt.
Um die Fundamente freilegen und die Vorsatzschale betonieren zu können, wird die bestehende Tondichtung des Main-Donau-Kanals im Anschlussbereich im Schutze einer Baugrubensicherung ausgebaut und später in Anlehnung an den Bestand wieder neu hergestellt.

Die Baugruben an den Brückenpfeilern werden durch BigBags mit Sandfüllung gesichert. Die einzelnen BigBags werden auf eine horizontale Schüttung aus Wasserbausteinen aufgesetzt. Dieser Baugrubenverbau bietet die Möglichkeit kostengünstig und flexibel eine Baugrube oberhalb der Dichtungsschicht des Stauhaltungsdammes aufzubauen.