Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg

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Inhalt: Vorarbeiten

Bevor die eigentlichen Bauarbeiten für das sehr umfangreiche Projekt in Eddersheim beginnen konnten, waren zahlreiche Voruntersuchungen erforderlich.

Hierzu gehörten Untersuchungen

Insbesondere Untersuchungen der Einflüsse auf die Grundwassersanierungsmaßnahme im benachbarten Mönchhofgelände während der Trockenlegungsphase der Schleusenkammern führten unter Mitwirkung der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) dazu, dass im Zuge der Bauarbeiten nicht mehr jeweils die ganze Kammer, sondern nur die unmittelbar im Bereich der Tore befindlichen Bereiche (sog. Torwenderäume) trockengelegt werden. Das WNA beschafft hierfür weitere Notverschlüsse und wird die dazu erforderlichen baulichen Anpassungen am Beton für die Aufstellung der Verschlüsse im Bereich der Häupter (Betonbauwerk an den Toren) durchführen.

Aufgrund von Luftbildauswertungen nach Kriegshandlungen konnte der Verdacht, dass im Bereich der vorgesehenen Baufelder Kampfmittel vorhanden sein könnten, zwar eingegrenzt werden. Aufgrund des in den Verdachtsflächen bestehenden metallischen Baubestandes aus Spundwand, Stahlankern und Ankertafeln in Kombination mit einer Vielzahl neuer und sehr alter Kabeltrassen ist aber das Auffinden eventueller Kampfmittel technisch äußerst schwierig, da mit den zurzeit verfügbaren Messmethoden die Unterscheidung zwischen harmloser und gefährlicher (magnetisierbarer) Materie im Boden sehr aufwändig ist. Das WNA hatte daher zunächst zwei Firmen an den vorgesehenen Kranstandplätzen an der Schleuse mit Testuntersuchungen beauftragt, um Hinweise und Erkenntnisse für die Überprüfung des unteren Vorhafens zu gewinnen. Anhand der daraus entwickelten Erkenntnisse wurde das Baufeld des Vorhafens auf das Vorhandensein von Kampfmitteln an Land und im Wasser untersucht und alle Verdachtsobjekte geborgen. Es wurde jedoch keine Munition gefunden.


Auf dem Mönchhofgelände verläuft parallel zur WSV-Grenze eine Kerosinpipeline, die Flugturbinenkraftstoff vom Tanklager zu den Abnehmern am Flughafen leitet. Die künftige Spundwand am Vorhafen reicht bis auf wenige Meter an die Pipeline heran; die Bohrverpressanker unterqueren die Leitung. Daher wurde in Abstimmung mit dem Leitungsbetreiber ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt. Auch die etwas weiter entfernte Mönchhofkapelle wurde darin einbezogen. Die baubegleitend festgestellten Messwerte zeigten jedoch, dass kein Einfluss auf die Leitung und die Kapelle festzustellen war.

Nicht zuletzt stellte sich das Auffinden von Leitungen im Untergrund als besondere Herausforderung dar, da Art und Lage (teilweise noch vom Bau in den 30er Jahren) kaum dokumentiert sind und immer wieder Ergänzungen vorgenommen wurden. Insbesondere bei der Grundinstandsetzung der Schleuse entstehen dadurch Probleme, da der Betrieb der Schleusenkammern für die Schifffahrt permanent aufrecht erhalten werden musste. Aus Gründen der Arbeits- und Betriebssicherheit wurden daher teilweise Leitungen aus dem Baufeld hinausgelegt oder Provisorien gebaut, welche je nach Bauzustand immer wieder angepasst werden mussten.