Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg

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Inhalt: Grundinstandsetzung der Schleuse

Die beiden Schleusenkammern erhielten neue Verschlussorgane und Schleusentore, deren stählerne Torflügel bis zu 33 to wiegen. Es wurden vorlaufende Arbeiten von Fa. Dechant ausgeführt zur Herstellung von 3 Kranstandplätzen. Die Kranstandplätze sind erforderlich, um die Lasten eines sehr großen Autokranes sicher in den Untergrund abtragen zu können. Eine Änderung des Zufahrtsbereich zur Schleuse war erforderlich, damit die großen Kräne die Standplätze erreichen können. Auch ein neues Kabelsystem mit vielen Kabelschächten und einer neuen Beleuchtung ist fertiggestellt.

Schleuse Eddersheim
Schleuse Eddersheim


Auch wurde der Auftrag für den Ersatz der Ober- und Mitteltore und die Grundinstandsetzung der Untertore sowie für den Ersatz der Umlaufverschlüsse an die Firma DSD Noell in Würzburg erteilt.
Ferner wurde eine Vielzahl weiterer kleinerer Aufträge vergeben.

Die Maschinen- und Elektrotechnik für die neuen Torantriebe wurde in neun neu errichteten Antriebshäusern neben den beiden Kammern untergebracht. Rückbau- und Anpassungsarbeiten am bestehenden Beton der Häupter waren zum Einbau der neuen Antriebstechnik erforderlich. Das vorhandene Betriebsgebäude am Schleusensteg auf dem Mitteldamm wurde an die neuen Anforderungen angepasst und enthält nun die Schalträume der Elektrotechnik sowie einen Notsteuerstand, der nur noch bei Störungen an der Fernsteuerung besetzt ist.

Die vorgenannten Leistungen wurden an die Fa. Lührs in Marktheidenfeld vergeben. Die Vergabe der zugehörigen Leistungen für die Antriebs-, Nachrichten- und Elektrotechnik an der Schleuse erfolgte durch die Fachstelle für Maschinenwesen Süd in Nürnberg an die Firmen A&B Schiffs- und Fördertechnik, Ritterhude, die Siemens AG, Nürnberg und die Cegelec Anlagen- und Automatisierungstechnik GmbH, Frankfurt.

An beiden Kammern sind die Beton- und Stahlwasserbauarbeiten beendet und alle neuen Tore montiert. Die Elektro- und Antriebsleistungen sind ebenfalls fertig gestellt. Auch die Südkammer konnte nach einem Probebetrieb für die Schifffahrt wieder freigegeben werden.

Seit März 2013 wird die gesamte Schleuse von der Leitzentrale in Kostheim im Wirkbetrieb gesteuert.

Weitere Leistungen für die Herstellung eines neuen Holmes sowie der Poller, der Oberflächenbefestigung, der Zäune und der Eingangstore sollen im Jahr 2013 folgen.

Bislang wurden Leistungen an der Schleuse in Höhe von ca. 18,7 Mio. Euro beauftragt.

Im Bereich der Schleuse Eddersheim werden jedes Jahr rd. 17 Mio. to Güter durch den Verkehrsträger Binnenschifffahrt transportiert. Die Binnenschifffahrt leistet auf dem Main damit einen erheblichen Beitrag zum emissionsarmen Transport von Gütern und zur Entlastung des Straßenverkehrs.
Die Investition der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in Höhe von rd. 31 Mio. in die Grundinstandsetzung der Schleuse und den Ausbau des unteren Vorhafens der Schleuse Eddersheim sichert den Bestand der Anlagen und damit den umweltfreundlichen Verkehrsträger Binnenschifffahrt.